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W

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Nachweise, Literatur


V

Die friderizianischen Stadttore Kassels
„Die Tore in der Stadtmauer, die Landgraf Friedrich II. nach Schleifung der Festungswerke um seine Residenzstadt legen ließ, waren ziemlich gleichartig ausgebildet. Die an den Haupttoren stets vorhandenen Torhäuser standen entweder vor der platten Mauer, oder sie hatten […] in den Ecken des Mauervorhofes ihren Platz. Die Wachthäuser standen auf breiten, meist an der Vorderkante ausgebauchten Podesten mit Gewehrständern. Die Tore selbst bestanden aus hohen festen Gittertüren aus Holz und waren fast immer braun gestrichen. Waren zwei Torhäuser vorhanden, so befand sich in dem einen die Amtsstube und Wohnung des Torschreibers, der die ein- und ausgehenden Personen zu ,examinieren‘ hatte; die Namen der ,Reisenden von Rang‘ wurden in der ,Policey und Commerzien-Zeitung‘ veröffentlicht. Die Sperre der Tore richtete sich“ nach der Tageslänge, war also jahreszeitlich unterschiedlich. „An Sonn- und Feiertagen blieben die Tore – noch um 1820 – bis 3 Uhr nachmittags geschlossen, und nur gegen ein Sperrgeld von sechs Heller[n] für den Fußgänger – und zwei Albus (1 Albus = 12 Heller) für jedes Pferd durfte man außer der Zeit ,passieren‘. Auch bei Feueralarm wurden die Tore sofort geschlossen; jedermann durfte dann zwar ungehindert in die Stadt, keiner aber heraus.[4]

Metz, Ernst Christopher: Residenzstadt Cassel. Einführung von Gerhard Seib und Angelika Nold. Kassel 1980. S. 112