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B i l d e r - u n t e r - s u c h e n ..... T i p p s

> Zwei, drei historische Bilder auswählen und zu den gezeigten Orten hingehen. Dort Szenen nachstellen, Skizzen anfertigen, selbst fotografieren und vergleichen.
> In den Analyse-Beispielen Anhaltspunkte dafür finden, Fragen an sichtbare Geschichte zu stellen. Aus Antworten ergeben sich Ideen für eigene Fotos.
> Tiefer in die Bildkunst einsteigen und die Faszination einzelner Bilder und Bildreihen ergründen und versuchen, in eigenen Fotos und Selfies auszudrücken.

Das Bild oben rechts, auf der Postkarte aus dem Jahr 1907, hat für mich einen besonderen Stellenwert. Meine Untersuchung dazu ist als tiefe Beschreibung angelegt und darauf ausgerichtet, Fotokunst nachzuweisen. Das zugrundliegende Konzept stelle ich hier vor (mehrschichtig untersuchen), auch um dazu aufzufordern, über das eigene Fotografieren neu nachzudenken. Schließlich vermitteln diese Bilder durch die Auswahl und Gestaltung eine erlebte Meinung zum Bergpark und vielleicht sogar eine Botschaft.

Und weiter, Selfies oder das Aufnehmen, also Abbilden von Freundinnen und Freunden vor der großen Fontäne oder an der Löwenburg hat eine lange Tradition.
Sich in Pose setzen, sich positionieren und das Malen einer Person oder einer Gruppe in "bedeutungsvoller" Pose ist mehr als dreihundert Jahre alt. Daraus entsteht die Mode, im Bild den Eindruck von lebenden Szenarien festzuhalten. Solche Tableaux Vivants sind im ausgehenden 18. Jahrhundert und im 19. Jahrhundert im Trend. Es werden sogar gemalte Vorlagen als Handbücher herausgegeben. In der Turnbewegung ist es üblich, akrobatische Szenen an und mit Geräten einzustudieren. Kleine Büchlein mit Zeichnungen zum Aufbau von Menschenpyramiden werden angeboten. Bei Turnfesten und z.B der Tausenjahrfeier Kassels 1913 ziehen Menschengruppen in historisch nachgestellten Szenen an den Zuschauern vorbei. Ein solches Nachstellen wird im ausgehenden 19. Jahrhundert zu einem beliebten Genre der Fotografie.
Der aktuelle Mittelalter-Hype (Larp – Life Aktion Role Play) setzt diese Traditionen fort.
Selfies sind, in diesem Kontext betrachtet, alte Darstellungsformen im neuen Medium.

Selfies als Challenge im Rahmen einer historischen Exkursion im Bergpark:
Um solche "Challenges" inhaltlich zu fundieren, empfehle ich das Studium von Hintergrundinformationen zur Geschichte des Bergparks und der Wasserkunst.
Meine Essays sind Angebote dafür, die Wilhelmshöhe zu entdecken.
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Mehrschichtig

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Selfies als Challenge
Bildkompositionen
Wasserkünste - Fotokunst
Im Weitwinkel
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Jede der drei Exkursionen startet am Besten mit dem Sichten des Bildmaterials zum gewählten Thema. Jeweils ein Bild daraus habe ich genauer unter die Lupe genommen. Das soll auf die jeweilige Exkursion einstimmen und zu Challenges anregen: